Aktuelles

 

Der Präsident der Republik Belarus Alexander Lakukashenko hat am 24. Juli 2018 den Erlass Nr. 265 zur Änderung des Erlasses des Präsidenten der Republik Belarus Nr. 8 vom 09.01.2017 unterschrieben. Der o. g. Erlass Nr. 265 verlängert die Dauer der visafreien Einreise nach Belarus von 5 bis 30 Tagen für Staatsbürger von 74 Staaten, darunter Deutschland.

 

Auch im Jahr 2018 wurden wieder zwei Erholungsmaßnahmen unserer Partner aus Slavgorod im Erholungszentrum "Nadeshda" durch die Projektgruppe und durch die Evangelische Kirche Hessen und Nassau/Kurhessen-Waldeck (Zentrum Ökumene) finanziert.

Vom 03.06. bis 13.06.2018 konnten 8 junge erwachsene behinderte Personen und 9 Begleitpersonen aus der "Werkstatt für behinderte junge Erwachsene" in Slavgorod an der Erholungsmaßnahme teilnehmen.

Vom 13.06. bis 23.06.2018 nahmen 8 behinderte Kinder und 10 Begleitpersonen aus der Tagesstätte "Funke der Hoffnung" in Slavgorod an der Erholungsmaßnahme teil.

Unterkunft und Verpflegung:

Während des Aufenthaltes waren die Teilnehmer/innen in konfortablen Unterkünften untergebracht, die im Jahre 2017 saniert und behindertengerecht umgebaut wurden. Die Ernährung umfasste abwechslungsreiche Angebote mit frischem Gemüse, Obst, Kräuter, Säften und Konditoreierzugnissen aus der eigenen Produktion des Erholungszentrums.

Gemeinsames Essen

Medizinische und psychologische Betreuung:

Jeweils am Anreisetag fanden ärztliche Untersuchungen bei den Teilnehmer/innen statt und es wurden individuelle Programme der Erholungsmaßnahmen erstellt. Hierzu gehörten insbesondere Handmassagen der Hals- und Nackenwirbelsäule, Heilduschen und Heilbäder sowie Aromatherapien. Angeboten wurden weiterhin individuelle Beratungen der begleitenden Eltern durch eine Kinderärztin und einer Pädagogin/Psychologin.

Handmassage

Freizeitgestaltung

Durch vielfältige Angebote konnten die Teilnehmer/innen sich an der Herstellung von Keramikerzeugnissen oder anderer Kunstgegenstände versuchen. Ausflüge zu einem Pferdehof und zu der Gedenkstätte "Chatyn" ergänzten den Aufenthalt. Die vielfältigen und zum großen Teil behindertengerechten Spielgeräte innerhalb des Geländes ließen keine Langeweile aufkommen. Insbesondere der im Jahr 2017 fertiggestellte Barfußpfad erfreute sich besonderer Beliebtheit.

 

Ausflug zu einem Pferdehof
 
Gedenkstätte Chatyn
 
Barfußpfad

 

Eine große Anzahl behinderter Kinder oder behinderter junger Erwachsener aus Slavgorod konnte mit ihren Angehörigen in diesem Jahr erstmalig an einer Erholungsmaßnahme in "Nadeshda" teilnehmen. Wir hoffen, dass wir unseren Partnern in Slavgorod diese Möglichkeiten noch über viele Jahre anbieten können.   

 

Neuer Vorstand gewählt

Am 27.04.2018 fand die ordentliche Mitgliederversammlung der Projektgruppe "Kinder von Tschernobyl Bad Schwalbach" statt. Der Vorsitzende, Rüdiger Müller-Gerbes, freute sich über die große Anzahl an Mitgliedern, die an der Versammlung teilgenommen haben. Nach den Berichten des Vorsitzenden, des Kassierers und der Kassenprüfer mit anschließender Entlastung durch die Mitglieder standen Vorstandswahlen an. Der bisherige Schriftführer, Helmut Hartwig, stand für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung. Alle anderen Vorstandsmitglieder waren für eine Wiederwahl bereit. Nach der formellen Wahl besteht der aktuelle Vorstand aus dem 1. Vorsitzenden, Rüdiger MÜLLER-GERBES, der 2. Vorsitzenden, Ingrid BÄR, der Schriftführerin, Ute KERSCHBAUMER, dem Kassierer, Heinz REIMANN und der Beisitzerin, Heike REIMANN. Nach zwei Jahrzehnten intensiver und verlässlicher Vorstandsarbeit verlässt Helmut HARTWIG nun den Vorstand und bleibt der Projektgruppe als Mitglied und Förderer der Projektgruppe erhalten.

Verabschiedung von Helmut und Helga Hartwig aus dem Vorstand       

Bereits bei der Gründung der Projektgruppe Kinder von Tschernobyl im Jahr 1994 waren Helmut und Helga Hartwig beteiligt. Schon im Vorfeld der Vereinsgründung haben sich beide sehr für die Menschen in Weißrussland engagiert, die von der Tschernobyl-Katastrophe betroffen waren. Sie sammelten Hilfsgüter, lagerten diese in ihren persönlichen Räumlichkeiten, verpackten diese und sorgten dafür, dass das Material an die richtigen Adressaten gelangte. Helmut meisterte über viele Jahre die finanziellen Belange der Projektgruppe und wickelte mit unseren Partnern in Slavgorod viele Projekte ab. Durch sein verlässliches und besonnenes Handeln hat er wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Projekte in Weißrussland erfolgreich umgesetzt und die partnerschaftlichen Beziehungen zu den Menschen in Slavgorod auf einer vertrauensvollen Basis gefestigt werden konnten. In seiner Abschiedsrede machte er deutlich, dass insbesondere ein respektvoller menschlicher Umgang die Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander bildet. Tragödien, die sich in der Vergangenheit allein aus egoistischem und überheblichem Gedankengut einzelner Personen ergeben haben, dürfen sich auf keinen Fall wiederholen.

Rüdiger Müller-Gerbes würdigte die Leistungen von Helmut und Helga, die sie sowohl für die Projektgruppe, als auch für die Menschen in Weißrussland erbracht haben und verabschiedete Helmut unter großem Applaus aus der Vorstandsarbeit. Die Anwesenheit vieler Mitglieder und Förderer zollte Helmut und Helga den verdienten Respekt für die in der Vergangenheit geleisteten Arbeiten.

     
Helmut (links).........und                      Helga (rechts) im Gespräch    gemütliches Beisammensein

 

 

         

  

Photovoltaikanlage führt zu 100%iger Strom-Selbstversorgung

Die Projektgruppe "Kinder von Tschernobyl" in Bad Schwalbach unterstützt seit 2013 Erholungsmaßnahmen von behinderten Kindern und behinderten jungen Erwachsenen mit ihren Angehörigen aus Slavgorod im Erholungszentrum "Nadeshda" bei Minsk/Weißrussland. Wir sind Mitglied im deutschen Teilhaberverein "Freunde von Nadeshda in Deutschland". Das Erholungszntrum "Nadeshda" ist die einzige nicht rein staatliche Einrichtung dieser Art in Weißrussland.

Seit Gründungsbeginn des Zentrums haben die Grundsätze einer verantwortlichen ökologischen Entwicklung bei den Verantwortlichen des Zentrums einen hohen Stellenwert. Bereits seit 2004 wird dort Wärmeenergie durch die Nutzung von alternativen Energiequellen erzeugt und heute ist eine 100%ige Versorgung mit Wärmeenergie durch Sonnenernergie und den Einsatz lokaler Brennstoffarten (Brennholz und Holzspäne) gewährleistet.

Im Jahr 2014 wurde die wohltätige Aktion "Solarsolidarität mit den Kindern von Tschernobyl" gestartet, um auch in der Stromversorgung eine 100%ige Selbstversorgung des Zentrums durch erneuerbare Energien zu erreichen. Hierzu wurde um Spenden gebeten, die dieses Vorhaben unterstützen sollten.

Dank gemeinsamer Bemühungen der Teilhaber, der Freunde und der Partner des Erholungszentrums "Nadeshda" ist es gelungen, dass am 28. September 2017 eine vollständig errichtete Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 600 Kilowatt eingeweiht werden kann und für eine umfassende Strom-Selbstversorgung gewährleistet ist.

   

 

Auch die Projektgruppe "Kinder von Tschernobyl" hat eine Spendenaktion zu diesem Projekt durchgeführt und konnte für das Projekt 6.300,00 Euro zur Verfügung stellen. Im Gegenzug können nun in den nächsten sechs Jahren sechs Kinder und junge Erwachsene unserer Partner aus Slavgorod kostenlos an Erholungsmaßnahmen im Erholungszentrum "Nadeshda" teilnehmen. Wir bedanken uns insbesondere bei der Kirchengemeinde der Evangelischen Kirche Bad Schwalbach-Adolfseck für eine großzügige Spende in Höhe von 2.100,00 Euro , sowie bei der Hessischen Staatskanzlei, der Wiesbadener Volksbank, der Nassauischen Sparkasse und den privaten Spendern, die zum Erfolg dieses Projektes beigetragen haben!

Wenn Sie mehr über das Erholungszentrum "Nadeshda erfahren möchten, klicken Sie bitte hier: Erholungszentrum Nadeshda

 

Die Projektgruppe "Kinder von Tschernobyl" unterstützt seit langen Jahren Kinder aus Slavgorod/Weißrussland mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen. Die fachliche Beratung der Verantwortlichen in der Projektgruppe erfolgte in der Vergangenheit durch die Leiterin des Therapiezentrums "Funke der Hoffnung" in Slavgorod/Weißrussland, Antonina LUKASCHKOVA.

Seit 2015 erfolgt die fachliche Beratung nun zusätzlich durch die Leiterin des Therapiezentrums "balance", Heidrun MOHN, mit der wir auch das Projekt "Früherkennung/Frühförderung von Abweichungen bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren" durchführen.

Das Therapiezentrum "balance" hatte seine Räumlichkeiten bis Ende August 2017 in 65232 Taunusstein-Wehen. Seit dem 01.09.2017 befindet sich das Zentrum in neuen Räumlichkeiten.

Wenn Sie mehr über das Therapiezentrum "balance" erfahren möchten klicken Sie bitte hier: Therapiezentrum "balance"