Aktuelles

 

Das Erholungszentrum Nadeshda in der Nähe von Minsk/Weißrussland wurde vor 25 Jahren eröffnet und bietet Kindern und Jugendlichen aus Regionen, die durch die Tschernobyl-Katastrophe radioaktiv verstrahlt wurden, Erholungsmöglichkeiten unter fachlicher Aufsicht und Betreuung. Auch Kinder und Jugendliche unserer Partner aus Slavgorod erholen sich dort jedes Jahr.

Zu den Feierlichkeiten im September 2019 sollen die vorhandenen Freizeiteinrichtungen um eine Attraktion erweitert werden:

Klettergarten "Himmelsleiter"

Das Projekt mit Geamtkosten in Höhe von ca. 153.000 Euro wird über Spenden und Sponsoren finanziert. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch unsere Projektgruppe durch Spenden finanziell zur Finanzierung dieses Projektes beitragen könnte!

 

 
 
 

Der Präsident der Republik Belarus Alexander Lakukashenko hat am 24. Juli 2018 den Erlass Nr. 265 zur Änderung des Erlasses des Präsidenten der Republik Belarus Nr. 8 vom 09.01.2017 unterschrieben. Der o. g. Erlass Nr. 265 verlängert die Dauer der visafreien Einreise nach Belarus von 5 bis 30 Tagen für Staatsbürger von 74 Staaten, darunter Deutschland.

 

Auch im Jahr 2018 wurden wieder zwei Erholungsmaßnahmen unserer Partner aus Slavgorod im Erholungszentrum "Nadeshda" durch die Projektgruppe und durch die Evangelische Kirche Hessen und Nassau/Kurhessen-Waldeck (Zentrum Ökumene) finanziert.

Vom 03.06. bis 13.06.2018 konnten 8 junge erwachsene behinderte Personen und 9 Begleitpersonen aus der "Werkstatt für behinderte junge Erwachsene" in Slavgorod an der Erholungsmaßnahme teilnehmen.

Vom 13.06. bis 23.06.2018 nahmen 8 behinderte Kinder und 10 Begleitpersonen aus der Tagesstätte "Funke der Hoffnung" in Slavgorod an der Erholungsmaßnahme teil.

Unterkunft und Verpflegung:

Während des Aufenthaltes waren die Teilnehmer/innen in konfortablen Unterkünften untergebracht, die im Jahre 2017 saniert und behindertengerecht umgebaut wurden. Die Ernährung umfasste abwechslungsreiche Angebote mit frischem Gemüse, Obst, Kräuter, Säften und Konditoreierzugnissen aus der eigenen Produktion des Erholungszentrums.

Gemeinsames Essen

Medizinische und psychologische Betreuung:

Jeweils am Anreisetag fanden ärztliche Untersuchungen bei den Teilnehmer/innen statt und es wurden individuelle Programme der Erholungsmaßnahmen erstellt. Hierzu gehörten insbesondere Handmassagen der Hals- und Nackenwirbelsäule, Heilduschen und Heilbäder sowie Aromatherapien. Angeboten wurden weiterhin individuelle Beratungen der begleitenden Eltern durch eine Kinderärztin und einer Pädagogin/Psychologin.

Handmassage

Freizeitgestaltung

Durch vielfältige Angebote konnten die Teilnehmer/innen sich an der Herstellung von Keramikerzeugnissen oder anderer Kunstgegenstände versuchen. Ausflüge zu einem Pferdehof und zu der Gedenkstätte "Chatyn" ergänzten den Aufenthalt. Die vielfältigen und zum großen Teil behindertengerechten Spielgeräte innerhalb des Geländes ließen keine Langeweile aufkommen. Insbesondere der im Jahr 2017 fertiggestellte Barfußpfad erfreute sich besonderer Beliebtheit.

 

Ausflug zu einem Pferdehof
 
Gedenkstätte Chatyn
 
Barfußpfad

 

Eine große Anzahl behinderter Kinder oder behinderter junger Erwachsener aus Slavgorod konnte mit ihren Angehörigen in diesem Jahr erstmalig an einer Erholungsmaßnahme in "Nadeshda" teilnehmen. Wir hoffen, dass wir unseren Partnern in Slavgorod diese Möglichkeiten noch über viele Jahre anbieten können.   

 

Neuer Vorstand gewählt

Am 27.04.2018 fand die ordentliche Mitgliederversammlung der Projektgruppe "Kinder von Tschernobyl Bad Schwalbach" statt. Der Vorsitzende, Rüdiger Müller-Gerbes, freute sich über die große Anzahl an Mitgliedern, die an der Versammlung teilgenommen haben. Nach den Berichten des Vorsitzenden, des Kassierers und der Kassenprüfer mit anschließender Entlastung durch die Mitglieder standen Vorstandswahlen an. Der bisherige Schriftführer, Helmut Hartwig, stand für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung. Alle anderen Vorstandsmitglieder waren für eine Wiederwahl bereit. Nach der formellen Wahl besteht der aktuelle Vorstand aus dem 1. Vorsitzenden, Rüdiger MÜLLER-GERBES, der 2. Vorsitzenden, Ingrid BÄR, der Schriftführerin, Ute KERSCHBAUMER, dem Kassierer, Heinz REIMANN und der Beisitzerin, Heike REIMANN. Nach zwei Jahrzehnten intensiver und verlässlicher Vorstandsarbeit verlässt Helmut HARTWIG nun den Vorstand und bleibt der Projektgruppe als Mitglied und Förderer der Projektgruppe erhalten.

Verabschiedung von Helmut und Helga Hartwig aus dem Vorstand       

Bereits bei der Gründung der Projektgruppe Kinder von Tschernobyl im Jahr 1994 waren Helmut und Helga Hartwig beteiligt. Schon im Vorfeld der Vereinsgründung haben sich beide sehr für die Menschen in Weißrussland engagiert, die von der Tschernobyl-Katastrophe betroffen waren. Sie sammelten Hilfsgüter, lagerten diese in ihren persönlichen Räumlichkeiten, verpackten diese und sorgten dafür, dass das Material an die richtigen Adressaten gelangte. Helmut meisterte über viele Jahre die finanziellen Belange der Projektgruppe und wickelte mit unseren Partnern in Slavgorod viele Projekte ab. Durch sein verlässliches und besonnenes Handeln hat er wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Projekte in Weißrussland erfolgreich umgesetzt und die partnerschaftlichen Beziehungen zu den Menschen in Slavgorod auf einer vertrauensvollen Basis gefestigt werden konnten. In seiner Abschiedsrede machte er deutlich, dass insbesondere ein respektvoller menschlicher Umgang die Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander bildet. Tragödien, die sich in der Vergangenheit allein aus egoistischem und überheblichem Gedankengut einzelner Personen ergeben haben, dürfen sich auf keinen Fall wiederholen.

Rüdiger Müller-Gerbes würdigte die Leistungen von Helmut und Helga, die sie sowohl für die Projektgruppe, als auch für die Menschen in Weißrussland erbracht haben und verabschiedete Helmut unter großem Applaus aus der Vorstandsarbeit. Die Anwesenheit vieler Mitglieder und Förderer zollte Helmut und Helga den verdienten Respekt für die in der Vergangenheit geleisteten Arbeiten.

     
Helmut (links).........und                      Helga (rechts) im Gespräch    gemütliches Beisammensein

 

 

         

  

 

 

Die Früherkennung von Auffälligkeiten ist ein wichtiger Bestandteil zur erfolgreichen therapeutischen Behandlung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren. Eltern und Mediziner sollten deshalb die Entwicklung von Kleinkindern in den ersten drei Lebensjahren sorgsam und sensibel beobachten und sich sofort fachlich beraten lassen , sobald Auffälligkeiten festgestellt werden. Nur bei frühzeitiger Einleitung individueller Frühförderungsmaßnahmen sind die Chancen einer Heilung gegeben.

Die Projektgruppe "Kinder von Tschernobyl e.V" in Bad Schwalbach hat in Zusammenarbeit mit der Leiterin des Therapiezentrums "balance" in Taunusstein, Frau Heidrun MOHN, dieses Thema mit seinen langjährigen Partnern in Slavgorod/Weißrussland aufgegriffen und diskutiert. Gemeinsam wurde entschieden, dass Projekt "Früherkennung/Frühförderung bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren" zu starten.

Aktuelle Informationen mit Stand vom 08.09.2017 finden sie unter: Früherkennungs-/Frühförderungsmaßnahmen!